Tipp’s für’s Reisen mit der Kamera!

Reisen ist definitiv eine meiner größten Leidenschaften. Dieses Jahr war ich schon öfter auf Kurzreisen, war für zwei Monate auf den Philippinen und werde noch einige Wochen nach Spanien reisen. Natürlich darf da meine Kamera nicht fehlen. Aus diesem Grund hab ich mir Anfang des Jahres einige Gedanken über Speichermedien, Bearbeitung, Backup und den Export von Bildern auf Reisen gemacht.

Kurzreisen, Urlaubsreisen und längere Auslandsaufenthalte

Jede Reise hat unterschiedliche Ansprüche. Für eine Kurzreise, ein verlängertes Wochenende oder einen Last-Minute-Urlaub von einer Woche reicht die Kamera mit genügend Speicherkarten vermutlich aus. Nach einer Woche erinnert man sich noch gut an die Erlebnisse und auch die Menge an Bildern ist überschaubar. Über die Bewertungsfunktion der Kamera kann man auch vor Ort schon ein wenig aussortieren und bewerten.

Auch ein zwei-drei langer Wochen Urlaub passt noch auf ein paar Speicherkarten, doch bekommt man spätestens hier das Problem, dass man sich zu Hause nicht durch eine unüberschaubare Sammlung an Bildern arbeiten will, zumal man sich an die Erlebnisse oft nicht mehr im Detail erinnert.

Spätestens wenn es für mehrere Monate ins Ausland geht muss man sich zwangsläufig mit größeren Speichermedien, eventuell auch einem Backup, und der Möglichkeit zu sortieren und zu bearbeiten auseinandersetzen. Im Folgenden ein paar Erfahrungen von mir:

Speicherkarten und Festplatten

Um Speicherkarten kommt man wahrlich nicht herum. Mein Tipp dabei: Lieber mehrere kleine Speicherkarten (zB. 4 x 32 GB oder 2 x 64 GB) als eine große Speicherkarte (zB. 1 x 128 GB). Spart hier nicht am falschen Ende und achtet auf Qualität! Sollte doch mal eine Karte kaputt gehen, sind, wenn ihr mehrere kleine Karten verwendet, immmerhin nicht alle Bilder verloren. Außerdem kann man die vollen Karten an einem anderen Ort lagern. Wird also sogar die Kamera geklaut, sind auch hier nicht gleich alle Bilder weg. Achtet auf eine gute und saubere Lagerung der Speicherkarten.

Wenn man auch unterwegs ein Backup haben will, kann man sich eine Festplatte mit CardReader holen. Solche Platten können automatisch (ohne Computer) die Bilder auf der Festplatte sichern. Somit hat man eine zweite Kopie.

Laptop und externe Festplatte

Die einfachste Lösung ist es natürlich den Laptop mitzunehmen, die Bilder in Lightroom zu importieren und sie dann nochmal auf einer externen Festplatte zu sichern. Die ganz vorsichtigen sichern auch auf mehreren Platten. Noch besser ist ein Upload in die Cloud, zB. zu Dropbox. Das ist bei den Datenmengen von großen RAW-Bildern oder gar Videos im Ausland allerdings nicht immer möglich. Ich persönlich versuche meistens die Bilder sowohl auf dem Laptop, auf der Speicherkarte und auf einer externen Platte zu behalten.

Mobile Lösung mit iPad und Lightroom mobile

Nicht immer kann oder will man ein teures MacBook mit Festplatten usw. ins Ausland mitnehmen. Manchmal reicht der Platz nicht, es ist zu riskant oder zu aufwändig. So ging es mir, als ich für zwei Monate auf die Philippinen reisen wollte. Ich brauchte daher eine Lösung die klein und leicht ist und die ich auch unterwegs mitnehmen kann, um ggf. mal in einem Starbucks ins Wifi zu gehen.

Nach einigem hin und her habe ich mich schlussendlich auf ein Experiment eingelassen: Ein iPad Mini mit Lightroom mobile. Das iPad erfüllte die ersten Kriterien mühelos: Es ist sehr klein, sodass es in meine Umhängetasche und ins Handgepäck passt, und leicht, so dass ich es immer dabei haben kann. Mit Lightroom mobile hab ich eine Software dabei, die mir bekannt ist und über die ich einfach RAW-Bilder bewerten, markieren und sogar leicht bearbeiten und veröffentlichen kann. Da ich mich für die 128 GB-Variante entschieden habe, konnte ich den Speicher des iPads gleichzeitig als Backup nutzen. Ich hatte das iPad und die Speicherkarten stets an verschiedenen Orten aufgewahrt und somit nochmal eine Sicherungskopie. Dank der Creative Cloud konnte ich sogar, sofern ich Wifi hatte, die Bilder in die Cloud hochladen und dort sichern. Über meine Erfahrungen mit Lightroom mobile werde ich in einem Folgeartikel ausführlicher schreiben. Als Verbesserung meines Setups würde ich nächstes Mal ggf. noch eine Netzwerk-Festplatte oder Ähnliches mitnehmen, um die Bilder zusätzlich sichern zu können.

Fazit

Die mobile Welt hat sich weiterentwickelt. Heute ist es kein muss mehr einen großen Laptop usw. mit in den Urlaub zu nehmen, nur um seine Bilder bearbeiten zu können. Heute kann man schon auf der Kamera Bilder bewerten und dann auf einem iPad mit den selben Tools arbeiten, die man auch am Laptop kennt, sogar in einem ähnlichen Funktionsumfang. Zu Hause angekommen synchronisiert alles im Hintergrund und man kann dort weitermachen, wo man im Flugzeug am Tablet aufgehört hat.

Ich persönlich bin mit diesem Setup sehr zufrieden und kann so getrost den Laptop und die Arbeit zu Hause lassen und nur mit dem iPad Mini und meiner Kamera in der Tasche in den Urlaub losziehen.

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