Erste Erfahrungen mit Apple Music

Pünktlich zum Monatsende kündigte ich mein Spotify Premium Abo und machte mich auf eine 3 Monate lange Reise ins Apple Music Land.

Spotify nutze ich nun schon bald drei Jahre als Premiumnutzer, also inkl. aller Funktionen. Somit vergleiche ich hier auch wirklich beide “Bezahldienste” und nicht den Free-Dienst mit dem Premium-Dienst.

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Console Review: MIDAS PRO1

Hiermit startet eine neue Artikel-Reihe, die “Console Reviews” in denen ich einige Audio-Konsolen bzw. Mischpulte kurz vorstellen bzw. mein Feedback dazu geben.

Hierbei geht es weniger darum das Datenblatt des Herstellers zu kopieren als vielmehr darum einen Praxisbericht zu geben der spezielle Merkmale, Stärken und Schwächen hervorhebt. Dabei bleiben sicherlich einige Funktionen auf der Strecke.

Das MIDAS PRO1

Kürzlich habe ich für einen Job ein möglichst leistungsfähiges und dennoch sehr kompaktes Pult gesucht. Die Kanalanzahl war zweitrangig, viel wichtiger ein gutes Processing und wenn möglich Multiband-Kompression bzw. dynamische EQs. Nach einigem Hin und Her kam ich auf das PRO 1 von MIDAS und habe dann innerhalb einer Woche gleich zwei Veranstaltungen darauf gemischt.

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WorshipConcert mit BuJu Band 2014 in Berlin Schöneberg (inkl. Audio-Snippet)

Diesmal ging es raus aus den Süden nach Berlin. Ich war angefragt das Worship Konzert mit der BUJU-Band bei den Baptisten Schöneberg zu mischen.

Das Team

Technische Leitung: Fabian Ross
Lichttechnik: Stephan Wend
Tontechnik: Lucas Bares
+ Staff

PA – d&b Linearray

Die Halle hat Platz für etwa 1000 Personen. Eigentlich als Sporthalle benutzt wurde sie extra für das Konzert mit Teppich ausgelegt. Da Flugpunkte vorhanden waren und der zu beschallende Bereich doch recht groß war, kam ein Linearray zum Einsatz.

Aufbau des Line-Arrays

Links und rechts haben wir 8 mal d&b T10 geflogen. Als Subwoofer kamen zwei doppel 21’’ Subwoofer als Front-Cluster zum Einsatz. Auf die ursprünglich geplanten Frontfills haben wir schlussendlich verzichtet und das Array dafür entsprechend angepasst. Alles in allem war die PA eigentlich echt gut. Im Bass-Bereich hätte es noch etwas mehr sein können, aber für das Budget war es ein echt gutes System.

Linearray nach dem ZusammenhängenLinearray d&b T-Serie von Hinten

Ich hatte die T-Serie von d&b bisher nur als Frontfills oder als Delay für ein Q oder V-Array gehört. Als alleinstehendes System war ich nun von der T-Serie recht positiv überrascht. Für ihre Größe machen die Boxen echt ordentlich Druck und schaffen es erstaunlich gut auch starke Transienten durchzuboxen und dabei noch echt gut zu klingen. Alles in allem (zumindest bei einem Array von 6–8 Stück) ein überzeugendes System.

Monitoring

Da wir vom Pult aus sehr begrenzt waren mussten wir mit Monitor-Wegen sparen. Drums, Keys und eine der Gitarren liefen über InEar, dazu gab es drei Wedges für die Vocals und einen für Bass und die zweite Gitarre. Insgesamt also 8 Wege. Als Monitore kamen Boxen von GAE zum Einsatz.

Monitoring auf der Bühne

Pult – mal wieder analoge Technik

Am Mischpult wurde gespart und somit kam hier leider kein digitales System zum Einsatz sondern ein analoges Allen&Heath GL4800. Dazu gab es 3 x Lexicon Effekte, einige Gates und eine ganze Reihe Kompressoren.

FOH mit GL4800 und Outboard Equipment

Das Pult war vom Klang her echt okay, aber ich habe wieder mal gemerkt wie dieses ganze Outboard-Equipment doch Zeit kostet und zum Teil echt umständlich ist. Auf der anderen Seite kann es auch echt übersichtlich sein, wenn man seine Gruppenkompressoren immer im Blick hat. Außerdem wird man mit begrenzten Mitteln wieder kreativ ;-)

Da ich etwas sparen musste kamen die Kompressoren primär am Schlagzeug und auf den Gruppen zum Einsatz. Als Gruppen hatte ich Drums & Bass, Gitarren, Keys, Vocals. In Ermangelung von genügend Aux-Wegen habe den Vocal-Hall auch auf die ganze Gruppe gegeben, dann einen Schlagzeug-Hall und einen Delay-Effekt über Aux-Wege.

Konsolen-Panorama Allen & Heath GL4800

Mikrofonierung

Schlagzeug-Mikrofonierung

Am Schlagzeug gab es ein wildes Sammelsurium. Nicht gerade meine Wunschkonfiguration, aber es hat gut funktioniert. Die Bass-Drum wurde zum einen mit einem AKG D112 abgenommen, das mit einer Grenzfläche ergenzt werden sollte. Diese wurde uns leider nicht geliefert und so improvisierte ich mit einem SM58 (ohne Kopf) direkt im Kessel vor dem Beater. Ich habe mal gelesen, dass das das erste Bass-Drum Mikrofon gewesen sein soll – keine Ahnung ob das stimmt. Wenn auch nicht so gut wie eine Grenzfläche war es doch hilfreich um den Kick etwas definierter zu gestalten. Vermutlich hätte es von vorne, draußen, direkt am Beater besser funktioniert. An der Snare kam zwei mal ein SM57 (oben & unten) zum Einsatz, an den Toms AKG418. Die Overheads haben wir mit zwei Audio Technica AT4050 (Großmembran) abgenommen, HiHat und Ride mit Audio Technica Pro37. Besonders die Großmembran haben einen echt schönen warmen klang abgegeben. Hat mir sehr gut gefallen.

Mikrofonierung der ersten E-Gitarre  Mikrofonirrung der zweiten E-Gitarre

Die E-Gitarren spielten beide über Amps die jeweils mit einem Großmembran (Stedman N90, AT4035) und einem SM57 abgenommen wurden.

Als Gesangsmikros kamen klassisch Shure Beta58 zum Einsatz, als Raum-Mikrofone Sennheiser e614.

Shure Beta58 als Gesangsmikrofon

Herausforderung im Mix

Ich kannte die Band bisher noch nicht und hatte auch nur eine Aufnahme von ihnen mal gehört. Klar war sofort: Diese Band spielt mit einem unglaublichen Dynamikumfang und bringt mir viele Signale zuzüglich Backingstracks an den Start. Mit einem analogen Pult (und einer sehr begrenzten Anzahl Kompressoren) diese Dynamik und Fülle in den Griff zu bekommen war nicht gerade einfach und erforderte ein sehr aktives Mischen. Die Band hatte außerdem die tendenz eine Ruhige Ballade innerhalb von Sekunden zu einer Dubsteb-Nummer zu verwandeln ;) da musste man erstmal hinterher kommen.. Trotzdem hat es echt Spaß gemacht und es waren echt coole Tage!

Fazit

Analoges Arbeiten ist cool – kostet aber echt Zeit. Bei größeren Bands mit vielen Kanälen vermisst man schnell die vielen Möglichkeiten und Kompressoren. Auf der anderen Seite lässt sich eine einem unbekannte Band flexibler mischen und man kann doch schneller auf Ereignisse reagieren, da man wirklich alle Fader griffbereit hat. Außerdem ist es hilfreich zB. die Gain-Reduction bei der Gruppen-Kompression immer im Blick zu haben.

Das d&b T-System klingt echt gut und überrascht positiv, allerdings muss man die Höhen im Blick behalten.

Hier ein kleiner Mitschnitt vom Konzert. Es handelt sich nicht um eine Mehrspuraufnahme, lediglich ein etwas Gruppenmitschnitt:

Reeder 2 for Mac Review

Vor einiger Zeit habe ich schon von den Betas von Reeder 2 for Mac berichtet.

Nun ist die finale Version seit einiger Zeit draußen und ich möchte gar nicht viel Zeit mit einem eigenen Review verbringen, sondern auf Oliver’s Review auf AptgetupdateDE:

-> Review: Reeder 2 für OS X – RSS Lesen in Perfektion

Bis kommenden Sonntag, den 29.06.2014, werden hier übrigens drei Lizenzen der Software verlost.

Kritik

Reeder-2-Context-MenuEs gibt tatsächlich nur eine Sache die mich am neuen Reeder stört: Führt man einen Rechtsklick auf einen Artikel aus stehen an oberster Stelle die zwei Optionen alle Artikel unter oder über dem Artikel als gelesen zu markieren. Bisher waren die obersten beiden Optionen immer den Artikel als gelesen/ungelesen zu markieren oder ihn zu favorisieren.

Nun ist es mir schon des öfteren passiert, dass ich versehentlich eine ganze Reihe Artikel als gelesen markiert habe (was nicht rückgängig zu machen ist), obwohl ich nur einen Artikel als ungelesen markieren wollte o.ä.

Ich habe mal einen entsprechenden Tweet verfasst und bin mal gespannt ob es irgendwelche Auswirkungen haben wird.

Mein Fazit

Ich kann mich den Worten von Oliver nur anschließen: Es gibt viele gute RSS-Reader auf dem Markt, viele schöne und hoch funktionale aber an Reeder kommt dann doch nichts ran. Die Software läuft unglaublich schnell und flüssig, kann alles was sie können muss und sieht zudem gut aus. Der Entwickler Silvio Rizzi hat hier ein echtes Vorzeigestück produziert. Großes Lob!

App-Review: Routeshare – Positionsdaten mit Freunden teilen

Wer kennt das nicht? Man ist unterwegs zu Freunden oder einem wichtigen Termin. Man muss vielleicht nur „kurz“ etwas abgeben, daher ist guter Timing wichtig. Leider begegnet einem ein kleiner Stau auf der Strecke, oder man steht vor zahlreichen Ampeln. Klar: Man schreibt eine Nachricht: „Verspäte mich ein wenig.“

Das ganze ist allerdings doch recht umständlich und ungenau. Genau hier setzt Routshare (kostenlos) an: Es teilt dem Kontakt den aktuellen Standort, die Geschwindigkeit und die verbleibende Reisezeit mit. Somit ist der Kontakt immer uptodate und man spart sich lästige SMS.

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Reeder 2 for Mac: Beta 2

Ich habe vor einigen Tagen schon von der ersten Beta von Reeder for Mac berichtet. Nun hat der Entwickler die zweite Beta hinterhergeschoben die erfreulicher Weise einige Punkte meines ersten Artikels behebt/löst/ergänzt.

Hier der Changelog:

What’s new:
– Handle feed (subscribe) links from external apps and in-app browser
– Import from OPML (local/standalone RSS only)
– Export to OPML
– View with Readability
New settings / Preferences:
– Reading: Article viewer style options
– Reading: Open links in default browser instead of in-app browser
– Appearance: Disable favicons for subscriptions/article list
Fixed:
– Allow Reeder to utilize the integrated GPU (MacBook Pro)
– Fullscreen for HTML5 videos should work now

Was hat sich getan?

Im wesentlichen sind es zwei Punkte die ich für relevant halte und auch schon in meinem ersten Artikel beschrieben habe:

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Reeder 2 for Mac: Public Beta 1

Endlich ist sie da! Wie bereits angekündigt kam wurde gestern die erste Public Beta von Reeder 2 for Mac veröffentlicht.

Was hat sich getan?

Auf dem ersten Blick gar nicht so viel. Aber unter der Haube wohl schon! Reeder unterstützt jetzt die Dienste FeedbinFeedlyFeed WranglerFever und Lokale RSS-Feeds. Eine Integration zu Readability ist ebenfalls vorhanden.

Einmal eingerichtet läuft die App für eine erste Beta wahnsinnig schnell und flüssig! Hier hatte Reeder meiner Meinung nach schon immer seine Stärke. Kleine Animationen frischen das ganze auf. Es fühlt sich einfach gut an.

Werfen wir doch mal einen genaueren Blick auf die App:

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