Ein Leben in der Cloud möglich? Mit iCloud, Spotify & Co ja!

Cloud-Dienste sind definitiv auf dem Vormarsch. Viele nutzen Apps wie Dropbox und Box um ihre Dateien online zur Verfügung zu stellen bzw. zu teilen. Viele Apps auf dem Smartphone sichern die Daten der Benutzer auf eigenen Server um sie zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren.

Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten ist vermutlich das große Argument für die Cloud (neben einigen anderen). Viele Leute benutzen heute mehrere Endgeräte (Laptop, Netbook, Tablet, Smartphone, Webdienste usw..) und wollen von überall und jederzeit auf ihre Daten zugreifen können.

Die Gefahren wie zB. Datenschutz und Dateieigentum will ich bei diesem Artikel bewusst außen vor lassen, da diese generell gültig sind und nicht nur auf Apple’s Lösungen zutreffen.

Apple iCloud als Komplettlösung

Apple versucht seinen Nutzern eine Komplettlösung für Cloud-Computing zu geben: Die iCloud. Dieser Artikel stellt nun ein Szenario vor, dass schon möglich ist oder bald möglich sein wird: Eine unkomplizierte Cloud-Lösung die (fast) ausschließlich auf Apple-Services setzt.

Wer einen genaueren Blick auf seine Festplatte wirft wird oft feststellen, dass es vor allem zwei große Datenschlucker gibt: Musik, Bilder und Videos. Diese Daten sprengen oft die Kapazitäten von Cloud-Diensten. Hierfür gibt es aber andere Lösungen:

Musik mit iTunes Match (24,99€/Jahr) oder Spotify (119,88€/Jahr)

Ich persönlich höre fast ausschließlich über Spotify Musik. Wer Offline-Playlisten und einige Zusatzfunktionen nutzen will muss hierfür 119,88 € jährlich investieren. Dafür hat er ein überaus reichhaltiges Musikangebot. Es gibt natürlich andere Alternativen, die preislich aber alle ähnlich liegen. In meiner iTunes-Library habe ich nur noch eine sehr kleine Auswahl an Liedern. Alles andere habe ich auf mein NAS ausgelagert, auf dem ein iTunes Server läuft. Diese Lieder brauche ich nicht permanent oder habe ich auch in Spotify.

Günstiger (aber ohne Flatrate) ist es mit Apple. Für 24,99€ pro Jahr synchronisiert iTunes Match die komplette Library mit Apple und stellst sie auf allen Mobilgeräten zum Stream und/oder Download bereit.

Bilder mit Fotostream oder Flickr

Apple’s Fotostream sichert automatisch alle Bilder der letzten 30 Tage in der Cloud und synchronisiert sie mit allen Geräten. Bilder und Alben können darüber auch mit Freunden geteilt werden und Apple wird diese Funktionalität im iOS 8 weiter ausbauen.

Alternativ bietet zB Flickr 1 TB freien Speicher und synchronisiert über die eigene App ebenfalls die Bilder verlustfrei(!) mit der Cloud. Über zahlreiche Desktop-Apps die auf Flickr zugreifen können bekommt man die Bilder auch leicht wieder auf den Mac. Auch Dropbox bietet eine entsprechende Bilder-Synchronisation.

Filme in iTunes, Amazon Prime (49€/Jahr) oder Watchever (107,88€/Jahr)

Filme kann man bequem über iTunes leihen oder kaufen und auf den aktivierten Geräten wiedergeben. Bisher war es aber nicht möglich einen gekauften Film auch nachträglich nochmal downzuloaden. Dies ist aber mittlerweile möglich und so kann man gekaufte Filme auch über die Cloud wieder laden. Dies geht aber leider nur für bei Apple gekaufte Filme.

Über Amazon Prime ist es mittlerweile möglich eine relativ große Anzahl an recht aktuellen Filmen und Serien größtenteils kostenlos zu streamen oder ansonsten ggf. zu kaufen oder leihen.

Watchever ist Spotify für Videos: Man kann auf eine große Auswahl an Videos und Serien zugreifen, sollte sich aber vorher informieren, ob die gewünschten Filme und Serien auch bei Watchever zu haben sind.

Hat man eine große eigene DVD-Sammlung auf der Platte muss man diese leider nach wie vor über einen Cloud-Dienst wie zB. Dropbox, Box, Copy, usw. synchronisieren.

Dateien und Dokumente mit iCloud, Dropbox oder Box

Nachdem die größten Dateien schonmal ausgelagert sind bleiben nur noch wirkliche Dokumente – Tabellen, Präsentationen, Grafiken usw.

Apple iCloud stellt schon jetzt 5 GB umsonst zur Verfügung.  Mit dem Release von iOS 8 werden die Tarife heruntergesetzt werden und 200 GB Cloudspeicher werden nur einige Euros pro Monat kosten und somit gut erschwingbar sein.

Nach der Ankündigung von Apple hat auch Microsoft die Speicherkosten gesenkt. Der kostenlose Speicher wächst auf 7GB, Upgrades sind kostengünstig bis zu 1 TB möglich.

Dropbox, Box, Copy und Google Drive bieten ebenfalls entsprechende Tarife an.

Alternative: Homecloud

Wer große Mengen an Daten online zugänglich machen will, aber dennoch Kontrolle über die Daten haben will, kann sich ein NAS oder einen Heimserver kaufen. Viele verfügbaren NAS haben bereits entsprechende Dienste integriert. Ansonsten gibt es Softwarelösungen wie Owncloud, SparkleShare, SeafileSyncany, Pydio und viele mehr.

Fazit

Cloud-Dienste legen zu. Waren sie vor einigen Jahren noch ein Nischenprodukt, so sind sie heute immer erschwinglicher. Apple stellt für seine Kunden mittlerweile ein fast perfektes Komplettpaket zur Verfügung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sämtliche Funktionen sind tief in das Betriebssystem integriert und leicht zugänglich. Spätestens mit ein paar Drittdiensten kann man ohne Probleme alle wichtigen Daten in der Cloud haben und über diverse Geräte synchronisieren.

Ob das sinnvoll ist oder nicht muss jeder selber entscheiden. Meine Daten müssen jedenfalls nicht zwingend alle in der Cloud sein.

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